Spolivres: Auf der Suche nach den Eigentümer:innen geraubter Bücher in Frankreich (Mittwochstipp 131)
Die französische Mission de recherche et de restitution des biens culturels spoliés entre 1933 et 1945 (M2RS) hat mit Spolivres eine Datenbank (derzeit noch als Excel-Dateien) zu während des Zweiten Weltkriegs geraubten Büchern aufgebaut. Schätzungen zufolge wurden in Frankreich 5 bis 10 Mio. Bücher – vor allem von jüdischen Eigentümer:innen und politischen Gegner:innen – entzogen. Rund 150.000 davon gelangten nach dem Krieg in etwa 150 öffentliche Bibliotheken.
Spolivres verzeichnet diese Bestände und macht Exemplare mit Provenienzmerkmalen (Stempel, Exlibris, Widmungen etc.) sichtbar, um frühere Besitzer:innen identifizieren zu können. Grundlage sind u. a. die Archive der Commission de récupération artistique (Buch-Unterkommission).
Die Einträge sind als Arbeitsgrundlage zu verstehen, Lese- und Transkriptionsfehler sind also möglich. Die Datenbank wird fortlaufend aktualisiert und weiterentwickelt.
Weitere Informationen zu Büchern als Raubgut finden sich auf der Website der Mission: https://www.culture.gouv.fr/nous-connaitre/organisation-du-ministere/le-secretariat-general/mission-de-recherche-et-de-restitution-des-biens-culturels-spolies-entre-1933-et-1945.
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Beitragsbild: Dorot Jewish Division, The New York Public Library. “Offenbach Archival Depot” The New York Public Library Digital Collections. 1945 – 1946. https://digitalcollections.nypl.org/items/2d9ae050-c76a-013b-40f8-0242ac110002. Vermutlich Public Domain.
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Mareike König (15. April 2026). Spolivres: Auf der Suche nach den Eigentümer:innen geraubter Bücher in Frankreich (Mittwochstipp 131). Franco-Fil. Abgerufen am 6. Oktober 2026 von https://doi.org/10.58079/162t8


